Die Band

Maybebop 2015Maybebop ist die beste A cappella-Gruppe Deutschlands.  –  Das wäre sicher arg kurz für einen Artikel über die Band, aber wir wollen euch Details der vier begnadeten Sänger aus Hannover, Hamburg und Berlin nicht vorenthalten. Denn Maybebop benötigen keine Instrumente, sie begeistern ihre Zuhörer ausschließlich mit ihren Stimmen.

Die A cappella-Experten sind Gründungs-mitglied Oliver Gies (Bariton, *1973) und die Sänger Lukas Teske (Tenor & Vocal Percussion, *1980), Jan Malte Bürger (Countertenor, *1979) und Sebastian Schröder (Bass, *1974). Nicht von ungefähr steigt die Popularität des Ensembles stetig. Mittlerweile hat sich Maybebop in der Spitzengruppe der deutschen Musik- und Theaterszene etabliert. Ihre Stimmen sind hervorragend, ihr Charme ist unwiderstehlich, ihr Sound ist preisgekrönt. Sie singen super, tanzen gerne, sind albern und doch ernst, kommen schnell zur Sache und sind künstlerisch einzigartig.

Maybebop singt überwiegend deutschsprachige Eigenkompositionen. Für die verzwickten, dennoch stimmigen und vermeintlich leicht zu singenden Kompositionen und Arrangements ist Oliver Gies verantwortlich. Es finden sich aber auch Adaptionen bekannter Rock-Hits im Repertoire (z. B. »Bohemian Rhapsody« oder »Nothing Else Matters«, aber auch Bearbeitungen von Volks- und Weihnachtsliedern, wie beispielsweise »Der Mond ist aufgegangen«, »Die Gedanken sind frei« oder »Was soll das bedeuten?« ).

Sind die Songs an sich leichtfüßig und (wie bei fast allen MBB-Stücken) locker ins Ohr gehend, so merkt man unter der Oberfläche, dass die Stimmen viel mehr leisten als zum Solo nur beiläufigen Gesang. Da zeigt sich die Klasse der vier Sänger, die zehntelsekundengenau ihre Einsätze bringen und dabei noch Choreographien schwingen. Jedes Konzert wird zu einem einmaligen Erlebnis, erst recht, wenn man einmal den Improvisationssongs gelauscht hat. Unerreicht und jeden Abend neu: Die Band fordert das Publikum auf, meist vier Wörter zuzurufen, die dann verpackt in einem Wunsch-Musikstil nach nur wenigen Sekunden zu einem Song getextet und dargebracht werden. Egal, ob ein Heavy Metal-Song über George Clooneys Blinddarm oder ein Tango über Ohrenschmalz – diese Dichtkunst ist phänomenal und bewundernswert. So könnten einige Songs fast schon fertig auf eine CD gepresst werden – die ehemalige Impro »Panzerfahrn« brachte es tatsächlich sogar zu CD-Ehren. Ein absolutes Muss für jeden Konzertgänger!

Schon mit ihrem Programm »Endlich authentisch« brachen und übertrafen Maybebop alle Erwartungen. Ihre durchweg eigenen deutschen Songs durchleuchten den Wahnsinn des täglichen Seins: Witzig, berührend, böse, skurril, immer mit wohltuendem Tiefgang und musikalisch unglaublich vielfältig. Hits aus »Endlich authentisch« wie »Mona Mu«, »Schwarz oder weiß«, »Superstar« oder der Guru-Song »Ich bin es« werden noch immer gewünscht und erfreuen regelmäßig das Publikum. Hier hat jeder Sänger sein Solo, selbst Sebastian darf in dunklem Gothic-Sound sein »Ebenbild« besingen oder als imaginärer Fötus ein »Stilles Lied« aus dem Mutterleib grummeln. Lichttechnisch werden sie dabei stimmungsvoll von Volker Wecke in Szene gesetzt, den kristallklaren Sound meistert Thomas Schröder. Die wunderbaren Choreografien werden u.a. mit Marco Billep erarbeitet.

Im Anschluß tourte Maybebop mit dem Programm »Extrem nah dran«. Am 11. April 2011 fand die umjubelte Premiere des neuen Programms statt. Dafür wurde die am 4. Juni 1908 eingeweihte Laeiszhalle ausgesucht, damals das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands. Testamentarisch hatte der Hamburger Reeder Carl Heinrich Laeisz verfügt, den Bau »einer würdigen Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik« zu ermöglichen. Das neobarocke Gebäude mit seiner großen Bühnenorgel wartete mit dieser Prämisse auf das A cappella-Quartett, das 2000 Zuhörer begeisterte. Am 24. November wurde im Staatstheater Minden die zugehörige DVD aufgenommen, die im Frühjahr 2012 erschien.
Hier wurden die neuen und schon beliebten Songs wie das »Vogellied«, »Urlaub in Südafrika«, das federleichte »Komm bald« mit seinem Carpenters-Feeling oder das techno-aufbereitete »Mülltrennung beim Frühstück« gesungen. Höhepunkt war in diesem Programm sicher der fetzige »Bebop-Butzemann«, der wiederum beweist, mit welcher Stimmakrobatik ein Kinderlied zu einem mitreißenden Jazzknaller mutieren kann. Zu finden sind diese Lieder natürlich auf der gleichnamigen neuen CD, die mit einem 64-seitigen Booklet voller Stories aufwartet.

Das Folgeprogramm »Weniger Sind Mehr« stieß erneut in ungeahnte Dimensionen vor – der Pressetext hat dies wunderbar beschrieben: „Zwölf Jahre MAYBEBOP bietet eine große Klangvielfalt, da trifft Irrwitziges auf Klassisches, Pop zeigt ganz neue Facetten und auch Jazz hat plötzlich seine ganz eigene Qualität. »Wir machen witzigen, hintergründigen Deutsch-Pop ohne Instrumente, nur mit unseren Stimmen, weil die Stimme das schönste aller Instrumente ist. Und außerdem können wir nix anderes!«“

Mit der Premiere des neuen Programms »Das darf man nicht« am 18.04.2015 im Theater am Aegi in Hannover, haben die Jungs von Maybebop sich wieder aufgemacht, das Publikum in den Sälen des gesamten deutschsprachigen Raums zu erobern – und surfen in allen Stilrichtungen. Von Pop über Rock, bis HipHop und Jazz unterlaufen sie notorisch und absichtlich die Hörervorstellungen von A-Capella-Musik, sie brechen die Erwartungshaltung. Songs mit Widerhaken im Text, gegen den Strich gebürstet und lustvoll mit kleinen Bosheiten durchsetzt. Mit intelligentem Humor vorgetragene pointierte Kritik an gesellschaftlichen und menschlichen Missständen sind Bestandteil des neuen Programms »Das darf man nicht!« Für eine A-Capella-Formation ist das eine Seltenheit. Es zeigt mal wieder die Ausnahmestellung, die Maybebop in diesem Genre einnimmt. Maybebop hat Unterhaltsamkeit, garniert mit Witz und oft auch mit Irrwitz, perfektioniert. Geht damit aber nicht auf Nummer sicher, sondern neue Wege. Was alle machen, wollen die vier Maybebopper nicht auch noch machen. Sie wollen bewusst Grenzen überschreiten, auch mal unangenehme Themen aufbereiten. In der Gesamtheit ist das neue Programm »Das darf man nicht« wie Chili in der Schokolade.

Durch den anhaltenden Erfolg werden vermehrt die Medien auf das Quartett aufmerksam. Mehrere längere TV-Auftritte und Radio-Interviews konnte man in der ersten Hälfte 2011 erleben: neben dem Gottesdienst bei der Amtseinführung von Landesbischof Ralf Meister in der Marktkirche (mit dem Bach-Titel »Air«) ist sicher ein Höhepunkt der Auftritt in der »NDR-Talkshow« gewesen. Hier wurde Barbara Schöneberger zum Fan und Altmeister Paul Kuhn bedankte sich persönlich für die großartigen Gesangseinlagen. Und eine ZDF-Reportage befasste sich ausgiebig mit dem harten Tour-Alltag der Jungs.

Ca.120 Konzerte im Jahr werden absolviert, die meisten davon recht schnell ausverkauft. Sehr empfehlenswert sind gegen Jahresende die Weihnachtskonzerte. Mit zwei Stunden voller festlicher Lieder wird selbst der größte Weihnachtsmuffel zum Feier-Profi. Das beeindruckend hohe Niveau, auf dem sich Maybebop bewegen, schlägt sich auch in Preisen nieder. Bei der renommiertesten internationalen »A-cappella-competition« in Graz holten sie drei Mal Gold in allen Kategorien (Comedy, Pop und Jazz), beim »A-cappella-Award Baden-Württemberg« komplettierten sie ihren Erfolg und waren bei Publikum und Jury ebenfalls erstplaziert. Ihre CD-Produktion »Weihnacht« wurde in den USA sogar als beste A-cappella-Xmas-CD der Welt (!) ausgezeichnet.

Trotz ihrer großen Erfolge sind die vier immer dicht bei der Fan-Base, freundlich und mittendrin. Ganz ohne Starallüren werden fleißig Autogramme geschrieben, geduldig Fragen beantwortet oder mit den sangeswütigen Fans nach dem Konzert noch das eine oder andere Lied zusammen gesungen. Auch die Bindung zum Fanclub ist eng und herzlich. Die Fans helfen beim Online-Shop, beim CD-Verkauf oder Aktionen auf den Konzerten und bei der Bereitstellung von Videos im Internet. Auf Youtube finden sich mittlerweile viele interessante Filme oder Sendungen, ebenso der Video-Kanal von Maybebop und vom Fanclub.

Wohl nicht von ungefähr heißt das neue Programm deshalb auch »Extrem nah dran«. Denn so fühlt man sich auch als Fan und Zuhörer. Einbezogen, gut aufgehoben und prächtig auf hohem Niveau unterhalten.

Eben die beste A cappella-Gruppe Deutschlands. Wir sagten es ja bereits zu Anfang…

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